Sebastian Bach - "Angel Down", release 07.12.2007

Submitted by Niels on Thu, 10/25/2007 - 17:09.

Sebastian Bach - "Angel Down"
VÖ: 07.12.2007
Label/Vertrieb: Virgin
Presse/Online Promo

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Es gab eine Zeit, als James Brown im Ruf stand, der am „härtesten arbeitende Mann im Showbiz“ zu sein. Da der Godfather of Soul inzwischen nicht mehr unter uns weilt, hat er diesen Titel offenbar an den multitalentierten Sänger, Songwriter, Schauspieler und Entertainer Sebastian Bach weitergereicht.

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Während Bach vielleicht am besten dafür bekannt ist, gemeinsam mit seiner ehemaligen Band Skid Row um die 20 Millionen Alben verkauft zu haben, hat er in der Zwischenzeit längst bewiesen, dass er viel mehr ist als nur ein Multi-Platin-Rockstar mit tollen Haaren. Im Laufe der letzten Jahre hat er seinen Aktionsradius um Fernsehauftritte und Rollen am Broadway und bei diversen Tourneetheatern sowie eine langfristige Beziehung zu MTV/VH1 (u.a. eine eigene TV-Serie und der Sensationserfolg dieses Sommers, „Celebrity Rap Superstar“) erweitert.
„Wenn ich einmal nicht mehr bin, möchte ich ein einigermaßen bedeutendes Gesamtwerk hinterlassen“, verkündet der dynamische Künstler. „Und damit meine ich nicht drei oder vier Alben. Ich rede von zwanzig Alben, auf die ich stolz sein kann.“

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Ein wichtiger Bestandteil dieses bedeutenden Gesamtkunstwerks dürfte Bachs sensationelle jüngste Veröffentlichung Angel Down sein. Produziert von Roy Z (Bruce Dickinson, Rob Halford, Judas Priest) und aufgenommen in den Sound City Studios in Hollywood, ist Angel Down nicht nur Bachs erste Soloscheibe seit 1999, sondern wohl auch seine beste — und wie wir alle wissen, kann er bereits auf eine Reihe echter Klassiker verweisen. „Als Künstler hofft man immer, dass die neue Platte die beste ist“, gibt er zu. „Ich war an einigen Aufnahmen beteiligt, die als wichtig gelten, und diese hier steht auf jeden Fall auf einer Stufe mit 18 and Life und Slave to the Grind.“

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Bei der Entstehung von Angel Down wurde Bach von den Gitarristen „Metal“ Mike Chlasciak und Johnny Chromatic sowie Bobby Jarzombek an den Drums unterstützt, alle drei langjährige Mitglieder von Bachs Tourband, mit Rückendeckung von Rob DeLuca am Bass. Gemeinsam ist dieser Band jene zementartige Schwere gelungen, die Bach so wichtig ist. „Wir haben versucht, besser als Slave to the Grind zu sein“, lacht er, „das damals in der Steinzeit als ‚heavy’ galt. Aber ich glaube, dass uns hier etwas gelungen ist, das sehr gut dazu passt. Diese Songs wurden geschrieben, um Menschen dabei zu unterstützen, etwas durchzustehen; Songs, durch die man sich unbesiegbar fühlt.“

Neun der vierzehn Stücke auf Angel Down — erschienen als Joint Venture von Merovingian Music, Ltd. (MRV) und Bachs Get Off My Bach Productions und weltweit von Caroline/EMI Music Group vertrieben — wurden von Bach allein oder in Kollaboration geschrieben, einschließlich der ersten Single „(Love Is) A Bitchslap“, längst ein Hit bei den Rocksendern im Radio.
„Falling Into You“ entstand in Zusammenarbeit mit Desmond Child, und auf Drängen seines Produzenten wagte er sich an den Aerosmith-Evergreen „Back in the Saddle“ — ein passender Titel angesichts von Bachs Rückkehr in Topform. „Zunächst war ich mir nicht ganz sicher, aber als wir anfingen und alles perfekt zusammenpasste, entstand daraus dieses Monster.“

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Wo wir gerade von „Back in the Saddle“ sprechen — kein Geringerer als Axl Rose steuerte einen weiteren Gastauftritt bei. Er gibt sich nicht nur mit der Aerosmith-Coverversion, sondern auch in zwei weiteren Songs die Ehre und lieferte damit sein erstes offizielles Aufnahmedebüt seit wer weiß wie vielen Jahren ab. „Das ist Axl, Mann, und er singt sich die Lunge aus dem Leib! Ich kann immer noch nicht glauben, dass er bei meiner Platte mitgemacht hat. Es kam mir vor wie ein Traum, als wir das Album aufnahmen und er neben mir im Studio stand.“

Roses unerwarteter Auftritt bei den Sessions katapultiert eine ohnehin bereits phänomenale Aufnahme in die Stratosphäre. „Das musst du gehört haben“, begeisterte sich Rose. Bach und Rose kennen sich seit den großen Tagen von GNR, als Bach mit Skid Row als Vorgruppe bei der 1991er Use Your Illusion-Tour auftrat. Im letzten Jahr lud Axl Bach als Opener auf seine GNR-Welttournee ein und sang „My Michelle“ mehrmals mit ihm im Duett.

Die Idee zu gemeinsamen Aufnahmen entstand im letzten Jahr, als Axl Bach bat, auf „Sorry“ zu singen, einer inzwischen ausgemusterten Nummer, an der er für Chinese Democracy arbeitete. Als es an die Produktion seines eigenen Albums ging, bat Sebastian Rose halb im Scherz, den Gefallen zu erwidern. Bach schickte ihm eine SMS: „Wann hilfst du mir bei meiner Platte?“ Axls Antwort kam postwendend: „Wann? Wo? Wie viel Uhr? Wo ist das Studio? Wann soll ich dort sein?“ Bach war perplex. „Ich dachte ‚Der will mich doch verarschen! Kneif mich! Sag mir, dass das kein Traum ist!’“

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Jenseits des Star-Faktors sind die Rose-Auftritte („(Love Is) A Bitchslap“ und „Stuck Inside“) nur ein Eckstein eines überwältigenden Soundgebäudes. Das biografische „American Metalhead“ erzählt zum Beispiel eine sehr persönliche Geschichte. „Für mich eine Hymne, die direkt aus dem Herzen kommt“, erklärt Bach. „Eine Art ‚Youth Gone Wild’ für die Gegenwart, und ich lieben Hymnen!“ Außerdem liebt er große Balladen, und seine vielleicht beste ist ihm mit „By Your Side“ gelungen, einem tief empfundenen Stück über Liebe und Sehnsucht, dem wir eine seiner besten gesanglichen Leistungen verdanken. „Mit meiner Stimme bin ich wirklich gesegnet“, ist er überzeugt. „Meiner Stimme verdanke ich alles, was mir je passiert ist, und glücklicherweise kann oder will sie nicht aufgeben!“

Das Coverartwork zu Angel Down stammt von Bachs verstorbenem Vater, dem bekannten kanadischen Künstler David Bierk. Das Gemälde aus dem Jahr 1990 trägt den Titel „David Watching" und war eine emotionale Entscheidung für Bach. Sein Vater, der auch das legendäre Cover des 1991er Skid Row-Albums Slave to the Grind entwarf, starb 2002.

Wie sein Vater, der nach seinem Tod Hunderte von Bildern zurückließ, plant Bach der Nachwelt ein gewaltiges musikalisches Gesamtwerk zu hinterlassen. „Auch wenn mir die Arbeit beim Fernsehen viel Spaß macht und natürlich gut fürs Image ist, und so unglaublich es ist, am Broadway zu spielen — das alles ist vergänglich; gar kein Vergleich dazu, fantastische Musik aufzunehmen.“

www.sebastianbach.com

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