PAUL CAUTHEN - "ROOM 41"

Release Date: 
06.09.2019
Label/Vertrieb: 
New West Records / PIAS-Rough Trade

PHOTO CREDITS BY JODY DOMINGUE

 

Die Verwirklichung von „Room 41“ brachte Paul Cauthen fast um. Ironischerweise ist es trotzdem genau das, was ihn gerettet hat.


 

“Finishing this record was one of the craziest experiences I’ve ever been a part of”, erzählt Cauthen, der wegen seiner unglaublich warmen Bariton-Stimme auch Big Velvet genannt wird. “I’m honestly glad it’s done because I don’t think I’d survive if I had to do it all over again. No way.”


Cauthen schrieb das Album während eines zweijährigen Aufenthalts im Belmont Hotel Dallas mit nur einem Koffer im Gepäck. „Room 41“ erzählt von Cauthens Kokain Vergangenheit und seinen erschütternden Erfahrungen die ihn nicht nur einmal zwischen Ekstase und Elend ins Krankhaus brachten. Cauthen ist schon lange ein Grenzgänger (musikalisch und anderweitig) und somit macht auch das neue Album keine Ausnahme. Elektrisierende Performances, mit Soul und 70er Jahre Funk den Cauthen mit mitreißendem Gospel verbindet. Seine Texte erinnern an Inhalte der Bibel und drehen sich um Lust, Neid, Stolz und Verzweiflung, sowie um Zerstörung und Erlösung. Allerdings handelt es sich nicht um Parabeln.


Cauthen lebt in jeder einzelnen Zeile dieser Platte und hat überlebt, um seine Geschichte zu erzählen.


“I’ve always been the kind of artist that can’t write something unless I feel it and I mean it.” sagt Cauthen, “This record is as real as it gets for me. I am these songs.”


Angefangen als feuerspeiender Wahrsager bei der Band Sons of Fathers machte er sich einen Ruf, doch erst mit seinem Solo-Debüt „My Gospel“ im Jahr 2016 bemerkte man sein ganzes Talent. Vice Noisey nannte es: “A somber reminder of how lucky we are to be alive” während Texas Monthly davon schwärmte: “Sounds like the Highwaymen all rolled into one. He’s got Willie’s phrasing, Johnny’s haggard quiver, Kristofferson’s knack for storytelling, and Waylon’s baritone.” Ende 2016 landete das Album auf einer Reihe von Best-Of-Listen und Cauthen spielte Festivals von Austin City Limits und Pickathon über Stagecoach und Tumbleweed bis hin zu Support-Shows für Elle King, Margo Price, Midland, Cody Jinks, Social Distortion und viele mehr. Zwei Jahre später folge das zweite Album „Heavy Mercy“ dass das Rolling Stone Magazin dazu veranlasste: “One of the most fascinating, and eccentric, new voices in country music.”, zu nennen und Ann Powers von NPR, 2019 zum „Jahr des Paul Cauthen“ erklärte.


Mit den neu erlangten Höhen im Berufsleben, erreichte Cauthens Privatleben neue Tiefpunkte und kurz darauf hatte er sein Zuhause verloren. Eigecheckt im Room 41 im Belmont, begann er, seine selbstzerstörerischen Tendenzen auf die Spitze zu treiben und behandelte Herzschmerz und Angst mit Alkohol und Drogen und begann sich ins Vergessen zu stürzen.


“I’d drink like a fish all night and stay up writing or recording from about 4am until noon,” erklärt Cauthen. “Then I’d sleep away the rest of the day until it was time to start over again. The only thing that kept me ticking was the songs.”


Diese Routine verhalf Cauthen zwar zu schreiben, forderte aber einen hohen Tribut seiner körperlichen und geistigen Gesundheit.


“The whole ‘ripping your heart of our chest and pouring it into your art’ thing might be good for songwriting for a little while,” sagt Cauthen, “but I wouldn’t wish it on anybody. I worked myself up into such a frenzy that I couldn’t keep going on without getting some real medical help.”


Cauthen verdank nicht zuletzt sein Überleben den Mitwirkenden am Album. Eine Vielzahl von Schriftstellern, Musikern und Produzenten glaubten an seine Arbeit und halfen ihm das Projekt zu verwirklichen. Unter den Mitwirkenden befanden sich Matt Pence (Jason Isbell, Nikki Lane), Beau Bedford und Jason Burt, das Dallas' Modern Electric Studio und das Niles City Sound Studio (Leon Bridges, Nicole Atkins).


“Modern Electric is always going to be my home,” sagt Cauthen, “but after we started working on this album there, I felt like I hit a wall and needed a change of scenery, so I brought the band with me over to Fort Worth to work with Austin Jenkins and Josh Block and Chris Vivion at Niles City. Nobody had brought the Dallas sound to Fort Worth like that before, and it turned out to be a recipe for something really special.”


Die Mischung der Produzenten und der Aufnahmeorte halfen Cauthen die Grenzen zwischen Retro und Moderne zu überschreiten, abenteuerliche Arrangements die von der Tradition des Landes geprägt, Cauthen von seinen Zwängen befreiten.


Am Ende der Aufnahmen von „Room 41“ wurde ihm bewusst das er nicht allein war und in diesem Sinne handelt es sich bei den Songs vielleicht doch um Parabeln. So detailreich und fest Cauthens gelebte Erfahrungen verankert sind, so universell sind die Geschichten auf der Platte. Einsichtige und tiefgründige Bedeutungen die sich im Laufe der Zeit langsam offenbarten.


Heute wohnt Cauthen nicht mehr im Hotel, aber die Lektionen, die er im Room 41 gelernt hat trägt er überall mit hin. Mittlerweile nähert er sich einem neu gewonnen Leben in Dankbarkeit und einer Wertschätzung für den Moment, die noch vor einem Jahr unmöglich schien.


“I’m making a living with my music and paying the bills,” sagt Cauthen. “I’ve already made it in my eyes. I’m here. I’ve arrived.”

 

Paul Cauthen Online

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