EMIRSIAN - LEZOON

Release Date: 
21.05.2021
Label/Vertrieb: 
Hayk Records/Cargo

Photo credits: Veron Emirze (1), Stephanie von Beauvais (2), Nina Stiller (3), Chrsitoph Boeckheler (4)

 

Das Folgende ist, wie man so schön sagt, ein „pretty big statement“, aber es ist einfach mal wahr: Ohne den Frankfurter Sänger und Gitarristen Aren Emirze wäre Deutschlands Musikkultur um viele Facetten ärmer. Über 22 Jahre und neun Alben stand er Deutschlands langlebigster Noiserock-Formation Harmful vor, war deren Hauptsongwriter, Frontmann und Triebfeder. Kaum verabschiedete sich die Band 2014 reüssierte er zusammen mit dem Sportfreude Stiller-Drummer Flo Weber als Taskete!, ein Duo, das selbst in dieser Phase, in der Duos immer mehr Popularität und Anklang fanden, zu einem reißenden Ausnahmeprojekt zwischen Noiserock, kratzigem Blues und Vocoder-Pop geriet. Und mit Musa Dagh steht in Kürze schon wieder eine neue laute Band an, die man guten Gewissens eine „Supergroup des deutschen Rock“ nennen kann und die neben Emirze aus dem ehemaligen Blackmail-Sänger Aydo Abay, dem Beatsteaks-Drummer Thomas Götz sowie dem Produzenten Moses Schneider (Beatsteaks, Tocotronic, Fehlfarben) besteht (mehr dazu zu einem anderen Zeitpunkt).

 

Doch Emirze kann auch anders, nämlich leise, melancholisch und zerbrechlich. Was er neben dem Duo Aren & Chima, das er gemeinsam mit dem Brothers Keepers-Sänger Chima betreibt (und ihn erstmals in deutscher Sprache singend zeigte) seit rund eineinhalb Jahrzehnten mit dem Akustik-Projekt Emirsian beweist. Dieses Projekt ist eine sehr persönliche Angelegenheit für Aren, von Anbeginn: Denn schon das erste Emirsian-Album geht zurück auf die Tonbandaufnahme eines Songs seines verstorbenen Vaters und Arens Bedürfnis, sich infolgedessen auf die Suche nach seinen armenischen Wurzeln zu machen.

 

In Emirsian trifft großartiges Singer-/Songwritertum auf stilistische Elemente armenischer Folklore, es sind zurückhaltende, kontemplative Songs, die zwischen den Welten und Genres schweben. Vier Alben hat Aren Emirze bislang unter diesem Banner veröffentlicht, jedes davon erzählte eine eigene Geschichte und liegt einem anderen Urknall zugrunde, ähnlich wie es mit dem Tape des Vaters rund um das Debütalbum schon war.

 

Nun ist die Zeit reif für ein fünftes Kapitel in der vermutlich auf ewig fortzuschreibenden Emirsian-Geschichte – ein Kapitel, das diesem Projekt wieder völlig neue Nuancen und Facetten hinzu fügt. Es ist das stilistisch zweifellos breiteste aller Emirsian-Alben, was sicher auch an dem „Urknall“ liegt, der dieses Album durchzieht: Die Trennung von der Mutter seiner Tochter und die Wiederentdeckung einer persönlichen Freiheit, die man einst mit Vorsatz aufgab. Es ist das erste Album unter diesem Namen, das eine Reihe prominenter und/oder für Aren persönlich bedeutsamer Features bereit hält, neben dem bereits erwähnten Aydo Abay, ist auch Serj Tankian, sowie Arens Tochter Veron zu hören. Und es ist die erste Emirsian-Platte, die neben englischen und armenischen Lyrics auch auf Deutsch gesungene Stücke vorstellt.

 

Als erste Single erscheint am 26. März „End Of Time“ (feat. Aydo Abay). Zur Zusammenarbeit mit Abay erklärt Emirze: „Ich arbeite ja jetzt im Rahmen von Musa Dagh schon seit einer Weile mit Aydo zusammen, und es ist schön zu erleben, wie gut unsere Vermutung, dass unsere emotionalen und künstlerischen Welten miteinander harmonieren, tatsächlich aufgeht. Seine Melodiewelt und meine brachialen Gitarrenriffs funktionieren wirklich hervorragend miteinander. Während der Musa Dagh-Sessions hatten wir immer diesen einen Song, der irgendwie nicht zu anderen passen wollte, weshalb wir gesagt haben: Lass uns ihn mal aus dieser lauten Rock- und Riff-Welt rausholen und einen Emirsian-Song draus machen. Und auf einmal funktionierte der Song ganz hervorragend.“

 

https://emirsian.ffm.to/endoftime

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