THE DOGS - POST MORTEM PORTRAITS OF LONELINESS

Release Date: 
02.04.2021
Label/Vertrieb: 
Drabant Music / Membran

Foto Credit: L-P Lorentz

 

The Dogs veröffentlichen am 02.04.21 ihr neuntes Studioalbum „Post Mortem Portraits of Loneliness“. Man könnte da jetzt natürlich eine Menge über die Geschichte der Band erzählen und was sie dazu bewegt jedes Jahr seit 2012 ein neues Album zu veröffentlichen. Viel spannender und ebenso lustiger ist es, was euch der Sänger Kristopher zu dem neuen Album zu erzählen hat.

 

Ich bin es übrigens, Kristopher Schau, der diese Pressemitteilung schreibt. Ich singe in der Band, schreibe einen Großteil der Songs und alle Texte.

 

Die Kurzversion (das Einzige, was Ihr lesen müsst):

„Die Pandemie bedeutete, dass wir von The Dogs unser neuntes Studioalbum im Proberaum aufnehmen mussten. Wie alle Bands, die eine Platte veröffentlichen, denken wir, dass es unser bisher bestes Album ist.“

 

 

Die lange Version (nur für die, die ein besonderes Interesse haben):

„Der Plan, damals im Januar, als wir "Crossmaker" veröffentlichten, war, dass wir das ganze Geld, das wir auf der Clubtour und im Festivalsommer verdient haben, in das nächste Album stecken würden. Zum ersten Mal in all den Jahren glaubten wir, dass wir genug Geld haben würden, um wirklich so etwas wie einen Volltreffer landen zu können. Wir kontaktierten den Schweden "Chips K", der Hellacopters, Nomads und generell alles, was perfekt klingt, produziert hat und begannen, Demos über die Grenze nach Schweden zu schicken. Er war zu 100% an Bord und die Studios in Stockholm und Göteborg wurden für April gebucht. Alles war großartig. Dann kam der März. Covid 19 (im Folgenden der besseren Lesbarkeit halber als "pinker Dildo" bezeichnet) warf all diese Pläne mit Nachdruck in die Tonne. Nicht nur, dass wir kein Geld oder Merch-Einnahmen aus den großen Städten auf der Tourliste wie Oslo, Bergen oder Trondheim bekamen, da alle Gigs abgesagt wurden, auch die goldene Gans selbst, der Festivalsommer, löste sich in Rauch auf. Mit anderen Worten, wir hatten keine Dieter Bolan-große Badewanne voller Geld, in der wir Dagobert Duck spielen konnten. 

 

Und die Dinge wurden schnell viel schlimmer. Die Grenze wurde geschlossen und Chips bekam den rosa Dildo. Nichtsdestotrotz blieben die Fristen seitens der Behörden eng und als sich die Dinge ein wenig zu öffnen begannen, entschieden wir uns, uns an die Hoffnung zu klammern. Es gab keinen Grund, die Demos nicht weiter per Mail mit Chips (im Folgenden als "unser Retter Jesus Christus, Sohn eines Zimmermanns" bezeichnet) zu entwickeln. Schließlich waren es 18 Demos, und unser Retter Jesus Christus, Sohn eines Zimmermanns, war durchgehend involviert, aber der arschfickende, bastardhafte rosa Dildo wollte nicht aufhören, also flogen die Monate vorbei und plötzlich war es Oktober und wir hatten kein Album für 2021. 

 

Gott sei Dank waren die anderen Mitglieder der Band nicht so glücklich darüber, aufzugeben, wie ich es war, also warfen sie ein provisorisches Setup im Proberaum zusammen (im Folgenden als "The Colon" bezeichnet) und zogen Anders Nordengen (im Folgenden als "Times New Roman 12" bezeichnet) hinzu, der wohl der beste Tontechniker ist, der heute arbeitet. Unser Retter Jesus Christus, Sohn eines Zimmermanns, wurde darüber informiert, dass wir das Programm in Schweden bis zum Ende von Pink Dildo verschoben hatten und wurde gebeten, aus den 18 Demos, an denen wir gearbeitet hatten, Songs für das 2022er Album auszuwählen. Amüsanterweise entschied er sich dafür, 6 unserer Lieblinge NICHT aufzunehmen. Perfekt! In diesem Fall konnte Times New Roman 12 unsere Favoriten plus 4 weitere bekommen. Das Ergebnis war, zumindest aus unserer Sicht, äußerst überraschend. Die Schlussfolgerung war offensichtlich: Bands brauchen keine Studios mehr! Durch die Nase zahlen für einen blödsinnig teuren Raum mit Furzbox-Luft, wenn wir alle schon selbst Miete für eine billigere Variante zahlen (aka The Colon)? Sollte es eine Volksabstimmung zu dem Thema geben, wird es zumindest von uns ein "Nein" in der Wahlurne geben.

 

Wir klingen in The Colon frischer und härter als je zuvor. Vielleicht ist es der rosa Dildo, der das bewirkt hat - vielleicht hat die Isolation und das Gejammer im Homeoffice dort unten ihr natürliches Ventil gefunden? Vielleicht liegt es an den frischen Ohren und Instinkten von Times New Roman 12? Oder vielleicht sind wir einfach besser darin geworden, Songs zu machen? Es könnte alles drei sein. Wie auch immer, es ist eine neue Platte. Und, lieber Kritiker (im Folgenden als "jemand, der an einer Essstörung leidet" bezeichnet), ich weiß, dass Sie viel über den rosa Dildo in das Cover, den Albumtitel und die Texte hineinlesen wollen. Nun, scheiß drauf. Du könntest 100 zufällige Referenzen finden. Genauso wie Sie 100 Gründe finden könnten, warum Sie jemand geworden sind, der unter einer Essstörung leidet.

 

Und an die seriösen, investigativen Kulturjournalisten, an die Branchen-Kommentarfelder von Facebook, an die meinungsstarken Beobachter und all das "coole" Zeug; wir haben Fördergelder vom norwegischen Staat erhalten! Etwa 500.000 Kronen. Jetzt müssen Sie die Zahlen nicht mehr nachschlagen. Gott sei Dank kam es so spät, dass wir bereits Times New Roman 12 im The Colon gebucht hatten. Jetzt werden wir es uns fast leisten können, mit unserem Erlöser Jesus Christus, Sohn eines Zimmermanns im Jahr 2022 ins Studio zu gehen, wenn es soweit ist.“

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