BARBARISMS - ZUGZWANG

Release Date: 
23.04.2021
Label/Vertrieb: 
DevilDuck Records/Indigo

Photo credits: DevilDuck Records 

 

BARBARISMS VERÖFFENTLICHTEN AM 23. APRIL
DAS NEUE ALBUM "ZUGZWANG"

Barbarisms' viertes Album "Zugzwang" ist ein weitläufiger Reisebericht, der Herzschmerz, spirituelle Heimatlosigkeit und die Unwiderstehlichkeit des Versuchs, seinen Problemen auszuweichen, durchquert. Der Name des Albums beschreibt eine Situation im Schachspiel, in der ein Spieler gezwungen ist, einen Zug zu machen, aber egal, welchen Zug er wählt, es gibt keine Ideallösung. Übertragen auf das Album scheint es ideal für einsame und melancholische Momente, in denen man ruhige Gesellschaft und aufbauende Offenheit am meisten braucht.
Nach drei veröffentlichten Alben - "Barbarisms" (2014), “Browser” (2016) und “West in the Head” (2018) – betraten Barbarisms für „Zugzwang“ sowohl beim Schreib- als auch dem Aufnahmeprozess Neuland. So entdeckten sie sich, nachdem ihr kreativer Kopf Nicholas Faraone solo durch Kanada und Europa getourt war, neu als Band und kehrten in vielerlei Hinsicht zu ihren Anfängen zurück. Gegründet wurde die Band in Stockholm, als zwei erfahrene schwedische Musiker, Tom Skantze und Robin Af Ekenstam, den produktiven Schriftsteller, aber musikalisch unerfahrenen Amerikaner Faraone trafen. "Wir fanden heraus, dass interessante Dinge passierten, wenn wir zusammenspielten", sagt Faraone. Während auf "Zugzwang" die schrillen Arrangements der vorherigen Alben etwas abgemildert wurden, liegt der Fokus nun stärker auf der Konversation zwischen Musik und Text. Skantze und Af Ekenstam spielen mit viel Feingefühl und Zurückhaltung, wobei die Stimme und die Nylonsaitengitarre im Mittelpunkt stehen.Beschreiben die Songs eine Reihe von Trennungen und das Gefühl der Entwurzelung, wird Faraones Gesang von den Harmonien der schwedischen Sänger Alice Bowman und Simon Stahlhamre sowie den Kanadiern Ellen Froese und Campbell Woods umarmt.

 

Trotz des recht leichten Sounds wurde das Album aus einer Zeit intensiver Schwierigkeiten für Leadsänger Nicholas Faraone geboren, der nach dem Scheitern einer Langzeitbeziehung nicht in der Lage war, zu schreiben und ziellos in Zügen durch Europa reiste. Auf ‚Trains and Horses‘ thematisiert Faraone seinen isolierten, von chronischer Migräne geplagten Zustand, in dem er sich abwechselnd mit dem Studium von Schachhandbüchern und den von anderen Reisenden zurückgelassenen Boulevardmagazinen ablenkte: "If it were not for trains and horses, I would have blown my migraine out". Auf seinen anschließenden Solo-Tourneen nach Kanada und Europa begannen sich die Dinge für Faraone zu ändern, aber der Kampf um das Schreiben hielt bis zur Veröffentlichung von David Bermans Platte “Purple Mountains” an. Diese Platte verlieh Faraone schließlich den Mut, sich Verlust und Bedauern so explizit zu nähern, wie er es zuvor nie versucht hatte. Diese Nacktheit ist am deutlichsten auf dem Album-Opener ‚I Want to Change My Mind‘ zu
hören.

 

Das Imperial Inn / Boston Chinese Restaurant ist nur einer der Orte, die wir auf "Zugzwang" aufsuchen. In ‚Central Stockholm‘, dem letzten für das Album geschriebenen Stück, verabschiedet sich Faraone von seiner langjährigen Heimatstadt, in ‚Spiritual Saskatchewan‘ verarbeitet er seine Erfahrungen, die er beim Touren mit Kanadiern gemacht hat: "Das Reisen mit zwei Leuten aus Saskatchewan hat mir alle möglichen romantischen Bilder von Pferdefarmen, sanften Hügeln und weiten, offenen Flächen in den Kopf gesetzt - eine Art bildhaftes Territorium der Heilung". Insbesondere die Brüchigkeit von Faraones Gesang auf

‚Wooden Nickels‘ ist etwas, das man genießen sollte, da der Song die Bitterkeit einer Trennung nachzeichnet…Das leichter klingende, aber verheerende ‚Clean Evil‘ zeigt Faraones Stärke als Autor. Der Song beginnt mit der Frage "Am I home now? I do not know how I could never be sure again", aber damit gibt er sich nicht zufrieden und setzt sich mit seiner Identität auseinander.
Als er nach Schweden zurückkehrte, um das Album fertigzustellen, wohnte Faraone bei dem Künstler Jan Håfström auf einem Bauernhof, ein paar Stunden nördlich von Stockholm. Faraone fand sich beim Schreiben in einer riesigen Scheune wieder, die für die Bedürfnisse des Malers umgebaut worden war. Umgeben von einer neuen Serie von Håfström-Sägen und -Schädeln, begann Faraone, den Boden und die Tische mit Seiten von Texten zu übersäen. Wenn Håfstöm ein bestimmter Text ins Auge fiel, malte er ihn in Sprechblasen. Als die Band dann zum Bauernhaus kam, um die neuen Songs durchzuspielen, hörte Håfstöm zu und malte das Albumcover und das Artwork.

 

Obwohl "Zugzwang" im Zuge einer Trennung entstanden ist, ist es weit mehr als ein Trennungsalbum. Für Faraone war es auch die Frage, ob und wie er wieder schreiben soll. Zum Glück für uns hat er einen Weg gefunden und dabei ein Allheilmittel für jene dunklen und einsamen Zeiten geschaffen, in denen einem "die Gefallen und die netten Worte ausgehen", für jeden, auch für sich selbst.

 

https://www.facebook.com/Barbarisms

 

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